Für die Vorsteckmontage müssen die Positionen der Bohrlöcher sehr genau sein, da die Durchgangslöcher im Anbauteil vorgegeben sind. Dies kostet zwar mehr Zeit, jedoch sind wirtschaftliche Serienmontagen möglich, da alle Bohrlöcher ohne Unterbrechung erstellt werden können. Außerdem hat der Verarbeiter Platz, um das Bohrloch einzumessen und den Anker zu setzen, da das Anbauteil erst nach Beendigung der Vorarbeiten folgt. So können sehr empfindliche Anbauteile bis zur Montage an geschützter Stelle aufbewahrt werden.


Durchsteckmontage

Auch dieser Montageablauf besteht aus mehreren Schritten, die denen der Vorsteckmontage teilweise ähneln:

Zunächst muss das Bohrloch erstellt werden. Dabei dient bei der Durchsteckmontage das Anbauteil hervorragend als Bohrschablone. Es wird als erstes positioniert, um die Bohrlöcher genau zu erstellen. (1) Jetzt wird ein Loch gemäß der Produktdaten gebohrt und mithilfe von Reinigungsbürste und Ausblaspumpe gereinigt. (2-4) Mit einem Hammer wird der Anker anschließend durch das Anbauteil hindurch im Untergrund installiert. Daher spricht man hier von Durchsteckmontage. (5) Abschließend muss die Mutter mit dem vorgeschriebenen Montagedrehmoment angezogen werden. (6)
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Um eine Vielzahl von Anwendungen abdecken zu können, gibt es Anker mit unterschiedlichen Kopfformen.
Die Setztiefenmarkierung auf den Ankern von EJOT reduziert den Messaufwand beim Bohren und Einschlagen erheblich. Daher ist darauf zu achten, dass sie trotz Anbauteil sichtbar bleibt. Andernfalls muss die korrekte Setztiefe vom Monteur auf dem Anker markiert werden. Dies kostet jedoch Zeit.

Bei mehrteiligen Ankern wie unserem LIEBIG® SUPERPLUS BLS verlaufen sowohl die Gewindestange als auch die Stahlhülse durch das Anbauteil, wodurch sehr hohe Quertragfähigkeiten erreicht werden.